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Donnerstag, 22. Februar 2007
Autor: Dirk Schröder

 

 Textergänzung vom 24.2.2007 mit Kapitel "Wie ‘Second Life’ funktioniert"


Der „SPIEGEL“ als Fangnetz des Bösen

Das in deutscher Sprache erscheinende Massenmedium DER SPIEGEL, das sich im berühmt gewordenen Interview mit dem iranischen Präsidenten Achmadinejad (SPIEGEL 22/2006) einwandfrei als „antideutsch“ geoutet hatte, hat wieder einmal „ganze Arbeit geleistet“. Auf der Titelseite der Ausgabe Nr. 8/17.2.2007 hiess es: „DER DIGITALE MASKENBALL. Zweites Leben im Internet“ und in der Bildmitte prangte, als gelungener „Eye-Catcher“, der perfekt animierte sinnliche Oberteil einer schönen jungen Frau mit langen brauen Haaren, mit sehnsuchtsvoll in die Ferne gerichteten braunen Augen, feucht und prall geschminkten Lippen und – wohl vor allem – einem gewaltigen Busen, eingehüllt in ein tief ausgeschnittenes Dekolleté mit weissem Spitzenbesatz. Wow! 

Unter dem wortspielerischen Titel „Alles im Wunderland“ („Alice im Wunderland“) findet sich zur Titelgeschichte auf Seite 150 dann die Einleitung: „Mehrere Millionen Menschen haben sich in der Internet-Plattform ‚Second Life’ eine neue Wirklichkeit geschaffen. Sie schlüpfen in erfundene Identitäten und leben unter ihren Masken ihre Träume aus. Jetzt mischt sich die künstliche Parallelwelt immer stärker in die Realität ein.“

Darunter beginnt dann nicht etwa, wie sonst SPIEGEL-üblich, ein Text, der die Sache dem Leser näher bringt, sondern es werden im Breitformat drei junge, knackige Frauen aus der „Virtual Reality“ präsentiert, die den Leser in drei verschiedenen Weisen anlächeln und dazu üppige Formen in äusserst knapper Oberbekleidung zeigen. Anscheinend ist dies das Empfangskomité der Internet-Plattform „Second Life“. Oder wohl eher eine gekonnte "Anmache" des SPIEGELS.

"Wie ‘Second Life’ funktioniert"

In einem Kasten innerhalb des SPIEGEL-Artikels werden zur allgemeinen Funktionsweise des Second Life folgende Informationen gegeben:

  1. VORAUSSETZUNGEN. Ein Computer mit leistungsfähiger Grafikkarte für die Darstellung der 3-D-Animationen und eine schnelle Verbindung ins Internet.
  2. ANMELDUNG. Neumitglieder melden sich unter www.secondlife.com an und laden die Software herunter. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, doch nur der Premiumzugang für mindestens 6 Dollar monatlich erlaubt eine wirklich aktive Teilnahme. Bezahlt wird über die Kreditkarte oder Paypal.
  3. DOPPELGÄNGER. Mit der Anmeldung schaffen die Teilnehmer ihren Doppelgänger, den Avatar. Er lässt sich durch kosmetisches Feintuning und modische Accessoires aufwerten - oft kostenpflichtig.
  4. FORTBEWEGUNG. Avatare können laufen, fliegen oder sich einfach in neue Erlebnisregionen teleportieren lassen - gesteuert über Tastatur und Maus. Eine virtuelle Landkarte dient der Orientierung.
  5. GELD. Die Währung in ‘Second Life’ ist der Linden-Dollar (L$). Für einen US-Dollar Einsatz erhält man fast 270 LS. Kaufen kann man fast alles - vom T-Shirt bis zur Immobilie. Der Rücktausch virtuellen Vermögens in echte Dollar ist möglich. Spieler können somit auch echtes Geld verdienen.
  6. LEBEN. Im Zentrum von ‘Second Life’ stehen die Szene-, Party- und Konsumwelten. Dort kann man einkaufen, andere Avatare kennenlernen, mit ihnen chatten oder gar ‘Sex’ haben. Über die Tastatur werden Texte eingegeben. Neuerdings wird auch Sprache übermittelt, so werden Avatare zu echten Gesprächspartnern.
Einzelheiten zum Leben in "Second Life"

Im betreffenden SPIEGEL-Artikel sind eine Unmenge weiterer Informationen über das Leben in dieser Parallelwelt zu finden, hier einige Auszüge:

         „’Second Life’ wurde bereits vor bald vier Jahren gegründet, von dem Physiker Phillip Rosedale. Die simple Idee: Im endlosen digitalen All des Internet wird ein virtueller Planet geschaffen und besiedelt. Er besteht aus einem Hauptland sowie einer Kette von Inseln.“
         Die Managerin ist eine Chinesin, die sich im „Dreamland“ den Namen „Anshe Chung“ gibt: „Chung ist mit ihren Grundstück-Deals reich geworden. Das Besondere: Sie verkauft in einer künstlichen Wirklichkeit, und ihre Kunden zahlen echte Dollar dafür.“
         „Die Immobilienkönigin Anshe Chung bezeichnet sich als erste echte Millionärin aus ‚Second Life’ und zierte schon den Titel von ‚Business Week’. In Wirklichkeit heisst sie Ailin Gräf, und bis vor kurzem hat sie an einer hessischen Volkshochschule Sprachunterricht gegeben … Sie wendet sich an Kunden, die die Begabung haben, sich genau dort wohlzufühlen, im Netz, in der Kunstwelt.“
         „’Second Life’ bedeutet den Beginn einer völlig neuen Anthropologie, eines neuen Menschenbildes … Ewig jung, ewig agil, metropolitan einsam und gleichzeitig unendlich vernetzt.“
         Die Teilnehmer schicken so genannte „Avatare … als ihre Stellvertreter ins Spiel.“ Man kann seinen „Avatar aus zwölf verschiedenen Prototypen auswählen. Es gibt Frauen, Männer – und zwei Pelztiere.“ Den Namen für seine neue Identität wählt man „besonders gewissenhaft aus, da er später nicht mehr geändert werden kann. Hat man den Namen … ausgewählt, schwebt er fortan und für jeden lesbar über dem Kopf des Avatars … Mit einem Mausklick auf die Menü-Funktion ‚Edit Appearance’. Dann kann ich Haut und Haar auswählen, buchstäblich Gott spielen“. Der Avatar lernt dann zuerst, „wie man eigentlich greift (linke Maustaste), läuft (Cursortasten), Auto fährt (Cursortasten) und ohne Flugzeug fliegt (Bildhochtaste). Dann wird er in sein zweites Leben entlassen.“
         „Die Mitgliedschaft ist kostenlos, aber wer Land kaufen möchte, braucht den Premium-Pass für mindestens sechs US-Dollar im Monat.“
         „Im vergangenen Oktober waren eine Million Avatare unterwegs, im Dezember 2 Millionen, jetzt sind es bereits mehr als 3,5 Millionen.“
         „Die virtuelle Welt von ‚Second Life’ hat, mit 360 Quadratkilometern, mittlerweile mehr Fläche als München. Jeden Tag werden hier nach Angabe der Betreiberfirma Linden Lab eine Million echter Dollar umgesetzt.“
         „Gründungsfieber mit allen Symptomen: üble Bars und Spelunken, Prostitution und Drogendealer im ‚Mainland’ – dagegen steht Madame Chungs vornehme Inselwelt, in die sich die Betuchten zurückziehen.“
         „’Second Life’ beherbergt mittlerweile eine Dependance der Nachrichtenagentur Reuters und Filialen der Modehäuse Adidas und American Aparell. Toyota und Nissan haben hier ihre Verkaufs- und Ausstellungsräume.“
         Man bezahlt in „Second Life“ mit „Linden-Dollar, die man sich vorher mit echten Dollars per Kreditkarte gekauft hat.“ Oder man erwirbt das Geld vor Ort: „Ich muss Geld verdienen, um mir neue Schuhe zu kaufen … Wie komme ich zu Geld? Ich könnte mich einem der zahlreichen Bordelle oder Swingerclubs zur Verfügung stellen … Stattdessen verdinge ich mich als lebende Litfasssäule. Für ein paar lumpige Linden-Dollar hat eine Jobagentur mich vermittelt; nun stehe ich irgendwo im Nirgendwo und werbe für ein Immobilienunternehmen. Das schöne, das tolle, das andere Leben – hier, im ‚Second Life’, ist es nicht.“
         „Der Sinn dieses Spiels ist nicht Erkenntnis, sondern eine Verdunkelung zu schaffen, in der eine dritte Spezies gedeihen kann, die ihre eigenen Regeln und Werte noch entwickeln muss.“
         „Im Moment muss eine virtuelle Internet-Kirche für die amerikanische Life Church – eine der einflussreichsten der USA – fertig werden und dann ganz schnell die Dependance einer Münchner Werbeagentur auf einer Insel errichtet werden“.
         Zur besagten Münchner Werbeagentur heisst es dann: „6500 echte US-Dollar soll ihre Niederlassung in ‚Second Life’ kosten. Dazu kommen 295 Dollar monatlich an Betriebskosten für die Insel.“ Die Leiter der Werbeagentur willigen ein: „Sie wollen es sofort. So schnell wie möglich.“

         „Im Moment gibt es Radio oder Fernsehen nur auf einzelnen Grundstücken, denn es herrscht Feudalismus: wessen Land, dessen Gesetz.“
         „Im ‚Second Life’ … setzt sich … als Erstes das durch: die schnöde Klassengesellschaft.“
         „Die Schwelle zwischen Sein und Schein, zwischen Wirklichkeit und Fiktion ist praktisch eingeebnet. Die Deutschen scheinen sie besonders gern zu überschreiten: Sie stellen, nach den Amerikanern und den Franzosen, das stärkste Kontingent, und sie gründeten als Erste, was niemand sonst hat: ein Arbeitsamt.“
         Das Bizarre an dieser „Neuen Welt“ sei, so der SPIEGEL suggestiv und offenbar des Kommenden kundig: „Ihre Teilnehmer kompensieren den Nachwuchs, den sie im ersten Leben nicht mehr wünschen, mit einer wuchernden Produktion im zweiten. Wir entvölkern die alte und bevölkern die künstliche neue Welt. Es ist, als hätte uns die verwüstete alte Welt abgeschminkt, um uns die neue künstliche aufzudonnern. Zum ersten Mal simuliert der Mensch die Erschaffung der Welt und die Selbsterschaffung gleich mit.“ Wer ist „WIR“?
         „Wir bevölkern diese schöne neue Welt mit narzisstischen Selbstbildern, mit umwerfend begabten, gutaussehenden, hedonistischen Kunst-Ichs. ‚Second Life’, das ist zunächst und in erster Linie ein gigantischer digitaler Maskenball.“
         Ein Kritiker dieser Neuen Welt stellt fest: „Wenn wir unsere Konventionen aus der ersten Welt alle mit rübernehmen, bringt eine neue Welt ja gar nichts.“

       Soweit einige von mir ausgewählte Zitate aus der SPIEGEL-Titelgeschichte, die wohl nicht von ungefähr gerade jetzt und in derart aufreisserischer Weise erschienen ist.

„Das neue Leben vor dem Tod“

Unter diesem Titel kommt innerhalb der SPIEGEL-Geschichte in einem eineinhalbseitigen Kasten der Medientheoretiker Peter Weibel in einem Interview zu Wort. Weibel ist Leiter eines renommierten Museums in Karlsruhe, das im Oktober 2007 mit einer Filiale im „Second Life“ einziehen wird. Hier einige Aussagen aus diesem Interview:

         DER SPIEGEL: „Herr Weibel, jeder kann sich in der Internet-Kunstwelt ‚Second Life’ eine künstliche Existenz aufbauen, sich eine Wunschidentität zulegen. Was halten Sie von diesem Internet-Spiel?“ WEIBEL: „Das Wort Revolution ist abgenutzt, aber in diesem Fall wäre es wirklich angebracht. Wir lernen eine neue Stufe der Interaktivität kennen. Bisher war es doch so: Menschen drückten auf Knöpfe, und dann bewegte sich etwas auf dem Bildschirm. Das aber war eine bloss formale Interaktivität. Oder es wurde rein verbal im Chatroom kommuniziert. Nun aber lassen sich sogar soziale Handlungen imitieren, durch Stellvertreter ausführen.“
         „Schweden will sich dort Ende April mit einer virtuellen Botschaft niederlassen.“
         „Das zweite Leben erwartet uns den christlichen Vorstellungen gemäss nach dem Tod. Nun können wir uns während des Lebens in ein Paralleluniversum begeben. Die Hoffnung auf ein zweites, neues Leben ist die wichtigste Heilserwartung der Christen. Sie wird nun, zugespitzt gesagt, technologisch eingelöst.“
         Bisher bezogen sich „Simulationsphantasien immer auf Bilder und Gegenstände, nun sind wir aber bei den Handlungen angelangt. Und das ist das, was die Medien, gerade auch die Medienkünstler, immer schon wollten, aber nie ganz erreicht haben: die Simulation von biologischem und sozialem Leben. ‚Second Life’ ist eine neue Plattform. Die erste Plattform der Menschengeschichte war die biblische Arche Noah. ‚Second Life’ ist etwas Ähnliches.“
         DER SPIEGEL: „Das Spielgeld kann in eine echte Währung umgetauscht werden. Man könnte das Spiel, ganz profan, für eine moderne, radikale Version von Monopoly halten.“ WEIBEL: „Das stimmt. Es finden sich viele Versatzstücke aus anderen Spielen wieder.“ DER SPIEGEL: „Ist auch ein Krieg in diesem Zweit-Universum denkbar? WEIBEL: „Sicherlich … Das ist eben keine Alternativ-, sondern eine Parallelwelt.“
         „Das Theater, die Literatur sind auf ihre Art auch virtuelle Welten. Das wird jetzt ganz einfach fortgesetzt und ausgebaut mit anderen, mit digitalen Mitteln.“

Worum es im „Second Life“ wirklich geht

Die im vorletzten Kapitel zuletzt zitierte Aussage ist ausschlaggebend. Was kann diese „Neue Welt“ ihren Favoriten, den US-Amerikanern, den Franzosen und den Deutschen – und dann dem Rest der „westlichen Welt“ – wirklich Neues bringen?

Die SPIEGEL-Redakteurin Rebecca Casati „trat über die Schwelle ins ‚Zweite Leben’“ der besagten Internet-Plattform und nahm als Avatar „Spencer Beaumont“ die Identität eines Mannes an. Doch recht bald stellte sich ihr dort die Frage: „Wie komme ich zu Geld?“. Sie sinnierte daraufhin in ihrer „männlichen“ Eigenschaft: „Ich könnte mich einem der zahlreichen Bordelle oder Swingerclubs zur Verfügung stellen“. Man fühlt sich durch diese deprimierende Überlegung in der Gegenwart des westlichen Diesseits zurückversetzt. Doch dann kommt der eigentliche Hammer: „Ich kann sowieso nicht mitmachen. Spencer Beaumont hat kein Geschlechtsteil. Das müsste ich erst besorgen, auch wieder für Geld.“

Mit anderen Worten: Wer durch den SPIEGEL-Artikel als Deutscher geil gemacht wird auf das angeblich kostenlose sexuelle „Mitmachen“ im „Second Life“, tritt dort erst einmal in völlig unattraktiver Aufmachung an, zudem auch noch geschlechtslos. Beides lässt sich indes beheben, doch sind dafür – je nach Wunschvorstellung – erhebliche Geldmittel erforderlich. Vermutlich ist eine massive „Eintrittsgebühr“ nur der Anfang, die nachfolgenden monatlichen „Kleinstraten“ summieren sich dann wohl jeweils ganz erheblich. Doch das ist nicht der Kern.

Vor etwa zehn Jahren hatte ich ein längeres Gespräch mit einem schweizerischen Erfinder, auf den die inzwischen bekannten miniaturisierten „Sparlampen“ zurückgehen. Er war überzeugt, dass dem „Datenhandschuh“ die Zukunft gehöre. Dieser vernetzte Handschuh, so der besagte Erfinder damals, bewirkt beim Benutzer, dass er auf dem Bildschirm etwas sieht und gleichzeitig empfindet, in diesem virtuellen Raum „dabei zu sein“. Er führte als Beispiel eine Fahrt im Fahrstuhl an – wo ja, so möchte ich erklärender Weise hinzufügen, allen noch nicht „geeichten“ Personen erotische Gefühle widerfahren. Es geht, unausgesprochen, um den virtuellen Geschlechtsverkehr, bei dem der Teilnehmer – männlich oder weiblich – sich ein entsprechendes und gegen Geld zu besorgendes „Gerät“ am Penis oder in der Scheide befestigt, mit dem er/sie dann „life“ in einsamer Weise, jedoch höchst wirkungsvoll vor dem Bildschirm, „den Geschlechtsverkehr vollzieht“, in Kurzform: sich selbst befriedigt.

Was besagt das hier? Es besagt, dass die kostenlose Mitgliedschaft in der Internet-Plattform „Second Life“ nur ein erster Verführungsschritt ist – etwa analog den Bankomat-Karten, die zunächst gratis waren und das Verhalten der Konsumenten rigoros veränderten, dann aber später zunächst CHF 20,– und dann CHF 40.– pro Jahr kosteten.

Meine Prognose: Wer also die Internet-Plattform „Second Life“ mit lüsternen Hintergedanken betritt, hat mit folgender Entwicklung zu rechnen:

         Er muss seinem Avatar zunächst ein Geschlechtsteil verpassen, für das er jedoch zu zahlen hat. Es darf davon ausgegangen werden, dass hier eine Entwicklung einsetzt wie seinerzeit bei der ausdrücklich als „sozial“ postulierten Swatch-Armbanduhr: Diese war zunächst einfarbig schwarz, dann aber wurde die Kollektion immer breiter, bunter und unübersichtlicher, vor allem aber auch modischer.
         „Mode“ beim Geschlechtsteil? Aber sicher. Bei Menschen, die Geschlechtsverkehr mit Drittpersonen haben, ist es derzeit üblich, dass die Schamhaare abrasiert sind. Nun wird aber gerade die weitere „Mode“ lanciert, dass alle schamhaarrasierten Männer sich ihren Penis beschneiden lassen sollen, weil es hygienischer sei und besser aussähe. In den Illustrierten werden für eine solche Beschneidung Preise von 300 bis 600 Euro genannt. So eine (irreversible) „Mode“ wird dann früher oder später auch in „Second Life“ zum Standard und auch hier wird das nicht kostenlos vonstatten gehen, ganz im Gegenteil.
         „Second Life“ wird sich zu einer flächendeckenden Selbstbefriedigungs-Maschinerie für die westliche Welt entwickeln, an die Stelle von Pornoheften und Pornofilmen tritt ein virtueller Partner oder es werden gar mehrere Partner ins Spiel gebracht. Auf diese Weise wird dem ständig zunehmenden „Heer der Arbeitslosen“ der libidinöse Druck genommen, der bisher durch Arbeit sublimiert werden konnte.
         Es werden sich „virtuelle Geschlechtskrankheiten“ entwickeln, die sich hemmend auf das jenseitig-diesseitige Geschlechtsleben auswirken, aber durch entsprechende, honorarpflichtige  Behandlungen im „Second Life“ wieder beheben lassen.
         Durch die Ausrüstung mit dem „Datenhandschuh“ in der hiesigen Welt entsteht eine geistige Verbindung und Vereinigung mit der virtuellen Welt des „Second Life“, so dass mit der Zeit beide verschmelzen können und der Benutzer ein Fall für die Psychiatrie wird.

Man kann „Second Life“ durchaus mit dem Programm „Windows“ von Microsoft vergleichen: Das fixfertige Produkt liegt von Anfang an vor (so meine Überzeugung), doch man steigt mit einer höchst unfertigen Version ins Geschäft und verkündet dann Jahr für Jahr „Verbesserungen“ und „Neuerung“, so dass die Anwender ihre Anlagen beständig nachrüsten müssen, gegen Bezahlung, versteht sich. Auch die „Viren“, eine Erfindung von Microsoft selbst (so meine Überzeugung), lassen sich analog nach „Second Life“ übertragen. Dasselbe gilt für das „Hacker“-Problem, nur das hier nicht das individuelle Computer-Programm von unbekannten Dritten und von aussen „geknackt“, manipuliert und ferngesteuert wird, sondern das individuelle Gehirn.

Meine Beurteilung dieser „Revolution“

Im SPIEGEL-Interview vergleicht Herr Weibel die Plattform „Second Life“ mit der „Arche Noah“. Ausserdem unterscheidet er zwischen einer Parallelwelt und einer Alternativwelt und betont, dass die Hoffnung auf ein zweites, neues Leben die wichtigste Heilserwartung der Christen sei.  Dazu einige Anmerkungen:

         Das Wort „Plattform“ hat es in sich, denn mit der „platten“ Form oder der Form einer „Platte“ ist nichts anderes als „die Welt als Scheibe“ gemeint, also die Vorstellung der alten Griechen, wonach die Erde eine Scheibe sei und vom himmlischen „Okéanos“ umflossen werde. Hierher aber gehört auch die Vorstellung des Alten Testaments von den „vier Ecken der Welt“, die dann in die „Apokalypse“ (= die Offenbarung des Johannes) übernommen wurde.
         Wenn Sie nun im Menü oben rechts zu dieser Kategorie den Link „Masterplan“ anklicken, gelangen Sie zu einer von mir aufgedeckten und erforschten Abbildung, die oben das Grundschema des Geistes als viereckige Scheibe und darunter die Matrix der Seele – ebenfalls als „Scheibe“ – zeigt. Drucken Sie diesen „Masterplan“ aus, er enthält den Heilsweg.
         Die ominöse „Arche Noah“ ist identisch mit der individuellen Seele! Diese wird aber auch durch das „Kirchenschiff“ symbolisiert und ist das Gefährt des Lebens schlechthin, mit dem man nahezu immer „Schiffbruch“ im Leben erleidet – mangels einer zuverlässigen „Seekarte“. Diese Seekarte aber ist das Grundschema des Geistes mit den vier verschiedenen Atmosphären innerhalb des 24-Stunden-Tageskreises der Sonne und den „vier Ecken der Welt“, deren Kenntnis und Beachtung für die richtige Navigation unerlässlich sind.
         Die Seele kann aber von sich selbst her nicht gesteuert werden, sondern nur von aussen, vom Geist her. Die Seele ist also die „Terra incognita“, das „unbekannte“, unerforschte Gebiet, das Neuland. Sie entspricht der Internet-Plattform „Second Life“. Ich habe die Seele durch meine Forschungsarbeiten jedoch vollständig aufgedeckt und eine dazu „Road-Map“ angefertigt, die oben in der Mitte mit dem „reinen Wasser“ beginnt, zum Nährboden gelangt, von dort zum Immunsystem, dann zum alternativen Schöpfungs-System (aerob/anaerob) und schliesslich zur Lebenskraft.
         Die von mir aufgedeckte Synchronizität zwischen Seele und Geist, das „Parallelogramm der Kräfte“, besagt, dass die vier Seelenfelder oben links den vier grundverschiedenen Atmosphären des Tageskreises im Grundschema des Geistes entsprechen, und die vier Seelenfelder unten rechts den vier Ecken der Welt. Auf diese Weise kann die Seele vom Geist her gesteuert werden, ohne Schiffbruch zu erleiden.

Zum „Maskenball“: Mit der „maskierten“ Stellvertreter, dem Avatar,  ist die denaturierte Seele gemeint, also das dauerhafte anaerobe Leben unter Sauerstoffabschluss, so dass an die Stelle der gesunden Oxidation (= Verbrennung) die krank machende Gärung (= Vergasung) tritt. Der Maskenball ist also eine Metapher für eine seelische Parallelwelt, die genau so krank ist wie unser Gehirn mit seinen eingeimpften Fehlvorstellungen zu allen Dingen des Lebens. Die von Herrn Weibel zu recht erwähnte Alternativwelt umfasst jedoch nicht nur die geheilte, also aerobe Seele, sondern auch ein tägliches Leben, das nach der geistigen „Seekarte“ ausgerichtet ist.

In der Gratiszeitung „20 minuten“ vom 22.2.2007 wird das PC-Game „Maelstrom“ vorgestellt. Es „zeichnet ein düsteres Endzeitepos unserer Welt im Jahr 2050 … Maelstrom bezeichnet einen gefürchteten Gezeitenstrom zwischen zwei norwegischen Inseln, dem die Kraft zugeschrieben wird, Schiffe zu verschlingen. Der Strudel hat Jules Verne und Edgar Allen Poe inspiriert. Ein geladener Begriff also, und wer ein Game so betitelt, hat Grosses vor. Tatsächlich befindet sich im Echtzeit-Strategiespiel ‚Maelstrom’ die Erde in einem gewalttätigen Strudel. Die Menschen haben ihren Heimatplaneten kaputt gemacht, zwei Fraktionen, die Aufrechten und die Kosmitron … kämpfen um die Vorherrschaft. Der Spieler beginnt als Dirigent der Aufrechten, um sie strategisch geschickt in den Kampf zu führen.“ Mein Kommentar: Dieser „Mahlstrom“ ist die Sintflut, ist der Okeanos der Griechen, ist die Abfolge der vier grundverschiedenen täglichen Atmosphären. In der chaldäischen Kabbala sind „Jahreszahlen“ stets als numerische Metaphern zu verstehen. Die Zahl 2050 lässt sich auf 205 reduzieren, zu diesem Wert existiert der bibelhebräische Begriff ChBL HKSP „chevel há-kesef“ aus Koh 12,6 für „die Silberschnur, bildliche Bezeichnung für den Lebensfaden, nach anderen speziell für das Rückenmark“ [Gesenius 210]. Tiefer will ich hier nicht gehen.

NACHTRAG 1: In der Gratiszeitung "20 minuten" vom 21.2.2007 befasste sich ein viertelseitiger Beitrag ausführlich mit "Second Life". Darin heisst es: "Die Zahl der Second-Life-Mitglieder hat sich seit September 2006 vervierfacht. 3,7 Millionen Menschen aus aller Welt haben sich bisher einen Avatar, einen virtuellen Stellvertreter, zugelegt … Dieser Erfolg der virtuellen Parallel-Welt hat auch seine Schattenseiten: Wer sich in einen Laden namens ‘Waffenamt - Germany Military’ teleportieren lässt, findet dort eine ganze Menge Weltkriegs-Devotionalien, die zum Kauf angeboten werden. Der Laden ist ‘geschmückt’ mit Hakenkreuzen, in den Ecken stehen Kanister, die mit Zyklon B angeschrieben sind und in den Regalen findet sich ein ‘SS-Totenkopf Honor Ring’. Plakate mit Namen wie ‘Der Jude’, ‘Flammenwerfer vor’, ‘Hitler With the Kids’ und ‘Schafft Waffen für die Front’ können für eine Hand voll Dollar heruntergeladen werden. Was im realen Deutschland längst verboten ist, stellt für die Verantwortlichen von Second Life kein Problem dar. Sie walten strikt nach der Regel: Keine Zensur von politischen Meinungen."

NACHTRAG 2: Beim Aufräumen stosse ich im jüdischen Wochenmagazin ‘tachles’ 4 vom 26.1.2007 auf die Titelgeschichte "Virtuelle Realität. Erste Synagoge im ‘Second Life’". Auch hier: Auf der Titelseite ist eine animierte junge Frau zu sehen mit schwarzem üppigen Haar, fragendem Blick, vollen Lippen und einem aufreizenden Busen, der durch ein hauchdünnes, fleischfarbenes Etwas "verhüllt" wird. Der Artikel selbst ist überschrieben mit "Willkommen im zweiten Leben" und behandelt die "Erste virtuelle Synagoge im Netz". Der einleitende Text beginnt mit den Worten: "Letzten Freitag organisierte Beth Odets in ihrer Synagoge den allerersten globalen Kabbalat-Schabbat-Marathon, der über 12 Stunden dauerte … Viele Gäste, die noch lange im Innern der Synagoge blieben, um mit den anderen Gästen aus Tel Aviv, Köln, Amsterdam oder San Francisco zu diskutieren, waren sich einig: ‘Das war ein historischer Moment.’ … Dieses Schabbat-Marathon soll nun jede Woche stattfinden … Man braucht nur einen Computeranschluss. Der Grund? Beths Synagoge befindet sich im sogenannten ‘Second Life’. Alle Ortszeiten sind daher nach Second-Life-Time (SLT) neun Stunden vor der mitteleuropäischen Zeit eingestellt … Im Prinzip funktioniert ‘Second Life’ wie das richtige Leben’ … Durch die Anonymität des Chats traut man sich mehr, doch im ‘Second Life’ hat man gleich eine ganz andere Identität … Die Synagoge entstand Ende August 2006 in nur drei Stunden Arbeit und wird seitdem weiterentwickelt … Während ‘Second Life’ mehr und mehr kommerzialisiert wird und mittlerweile Firmen wie Toyota und Reebok hier ihre Produkte testen, repräsentiert Beth Odets die Grundidee dieser virtuellen Welt. Sie will eine friedvolle Gemeinschaft bilden … Wenn eine Person sich länger im ‘Second Life’ aufhält, wird sein Atavar immer mehr zu ihm selbst … Inspiriert durch Beths Erfolg hat Reuven nun in ‘Second Life’ eine Kopie der Klagemauer errichtet."

          Dirk Schröder, unabhängiger Privatgelehrter, CH-2502 Biel

LITERATURVERZEICHNIS: Gesenius, Wilhelm, „Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament“, unveränderter Neudruck der 17. Auflage von 1915, Berlin-Göttingen-Stuttgart 1992


 

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I

Dienstag, 13. Februar 2007
Autor: Dirk Schröder


 

 

Das chinesischen „I Ging“, das „Buch der Wandlung“, ist im Westen nur als Orakelspiel be-kannt, obwohl es von Konfuzius (551-479 v. Chr.) zusammen mit seinem Kommentar dazu in die Reihe der „Neun Klassiker“ Chinas aufgenommen wurde, dazu noch prominent an erster Stelle. Diese Sammlung gilt als die Lehre des Konfuzius und China ist gegenwärtig dabei, sich wieder auf diesen grossen Gelehrten zu besinnen.

Doch das „I Ging“ ist auch und vor allem ein Weisheitsbuch, dessen Bedeutung jedoch bis heute im Westen unbekannt blieb. Der Schweizer Psychologie C. G. Jung bezeichnete das I Ging als einen „archimedischen Punkt“, von dem aus die Geisteshaltung des Abendlandes bis in ihre Grundlagen erschüttert werden könnte. Was wusste Jung über dieses Weisheitsbuch?

Ich habe nun, offensichtlich als erster Nichteingeweihter, das Geheimnis dieses Weisheitsbuches vollständig aus eigener Kraft enträtselt. Was dabei zum Vorschein kam, ist tatsächlich verblüffend, nämlich das gemeinsame Fundament von Wissenschaft, Religion und Philosophie. Damit ist es möglich geworden, das uferlos gewordene Wissen, die Sintflut der Informationen zu bändigen und auf das erträgliche Mass zurechtzustutzen.

Vor allem aber wird eine neue geistige Idee sichtbar, wie sich Europa noch retten kann vor der beginnenden Übermacht der bisherigen „Entwicklungsländer“ China, Indien und Brasilien. Denn wenn China die USA als neue Weltmacht und der Yuan den US-Dollar als neue Weltleitwährung abgelöst haben und der Westen zusammenbricht und verarmt, wird China gnadenlos sein gegenüber den Weissen, so wie diese es Jahrhunderte lang waren gegenüber dem Rest der Welt.

Ich habe zu diesem aufgedeckten Wissen ein Buch von 88 Seiten verfasst, das im Anhang auch noch das Buch „Tao Te King“ von Laotse mit seinen 81 Versen völlig neu erklärt sowie auch das Buch des Zürcher Sinologen Professor Dr. Harro von Senger über die 36 Strategeme der heimlichen chinesischen Kriegsführung. Weitere Informationen zum Inhalt können Sie aus der nachfolgenden Übersicht ersehen:

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG – Das geheimste aller Bücher wird geknackt  1 – „I Ging“, das „Buch der Wandlungen“  2 – „Buch des Stetigen und der Wandlung“  4

DIE ACHT TRIGRAMME – Die herkömmliche Erklärung  6 – Die Entstehung der Acht Urbilder  8 – Die Bedeutung der Acht Urbilder  11

DER KOSMISCHE KREIS – Das geistige Grundschema des I Ging          17 – Die antike Vier-Elementen-Lehre  19China, das mysteriöse „Land der Mitte“  21

I GING UND DIE SEELE – Die unbekannte Matrix der Seele  25 – Die acht Ur-Bilder des I Ging und die Seele  27

DIE SYNCHRONIZITÄT – Die Steuerung der Seele  31 – Alchemie oder die Goldmacher-Kunst  35 – Die Zwölfer-Zyklen  37 – „Vom richtigen Gebrauch der Zeit“  39 – Von der Schwerkraft und anderen Kräften  41 – Das Geheimnis der „Inneren Uhr“ und der „Zeit“  43 – Andere unerwartete Bezüge zum Tageskreis  46

DIE PSYCHOTHERAPIE – Die  Neubegründung der Psychotherapie  51 – Die praktische Psychoanalyse  54 – Die praktische Selbsttherapie  55

DER TAG DES GERICHTS – An selbigem Tage schwindet die Herrlichkeit Jakobs  57 – Der Grosse Tag des Ewigen  59

ANHANG – I. Das „Tao te king“  63 – II. Die 36 Strategeme  68 – III. Das Geheimnis des Namens „I Ging“  75 – IV. Die chinesische Weltherrschaft  78 – V. Wann kommt der elektronische Super-Gau? 80 – V. Kabbalistische Analyse zur „Inneren Uhr“  84 – Literaturverzeichnis 85

Der Preis für diese epochale Schrift ist CHF 45,– / EUR 30,– zuzüglich Versandspesen. Abonnenten der „Bieler Wirtschaftsbriefe“ und des „Ewigen Bundes“ erhalten die Schrift unverlangt zugesandt mit einem Rabatt von 33 Prozent. Nicht-Abonnenten können die Schrift über die Homepage der Kabbala-Akademie bestellen.

 

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Freitag, 2. Februar 2007
Autor: Dirk Schröder


 

„Die Erfindung der Deutschen“

Das war der Titel vom SPIEGEL Nr. 4/22.1.2007, der Untertitel lautete: „Wie wir wurden, was wir sind“. Die Titelgeschichte selbst (Seite 46-66), Anfang einer Spiegel-Serie, war überschrieben mit „Ein Volk entdeckt sich selbst“. Dann sieht man Bilder: Kaiser Otto der Grosse, Kaiserkrönung Friedrichs II. 1220, Luther 1517, Preussenkönig Friedrich der Grosse, die Dichterfürsten Goethe und Schiller, Reichskanzler Otto von Bismarck, NS-Diktator Adolf Hitler. Im Text heisst es unmissverständlich: „Am Anfang war das Reich, erst darin entstand ein Volk.“ Anfang? So kann man die Nazi-Herrschaft unter Hitler auch charakterisieren! Eine Europakarte mit dem Titel „Deutsche Anfänge“ zeigt ein „Ostfränkisches Reich“, das grob der BRD vor der Wiedervereinigung entsprach, westlich davon das „Westfränkische Reich“, das grob dem heutigen Frankreich entsprach, und zwischen beiden ein „Mittelreich“, das von Friesland im Norden über die Schweiz bis nach Genua und Florenz im Süden reichte und an den damals gewaltig ausgedehnten römischen „Kirchenstaat“ angrenzte. Doch mit den Darstellungen im SPIEGEL bin ich in keiner Weise einverstanden, da hier den Deutschen als Volk eine Last der angeblichen „Selbsterfindung“ aufgebürdet wird, obwohl der „Deutsche“ ein Kunstprodukt ist, das durch fremde Eroberer nach deren Willen geformt wurde – bis heute!

„Am Anfang war das Reich, erst darin entstand ein Volk.“ Das wird historisch tatsächlich so gewesen sein, wenn man „Volk“ definiert als geschickt versklavte und aufgelöste beheimatete Sippen und Stämme mit jeweils eigenen, tradierten Gesetzen und Bräuchen, denen man eine „gemeinsame“ Ideologie wie Sprache, Geld, Religion, Rechtssprechung, Kleidung, Nahrung, soziales Verhalten und Familienleben als Verhaltenskorsett überstülpte. Wie ein „Reich“ entsteht, kann man in der (legendären) Gründungsgeschichte des dann später allgewaltigen Mongolen-Reiches nachlesen [Taube 11f.]:

  • 35 „Darauf erwiderte Bodončar: ‚Bei dem Volk, das sich jetzt am Tünggelik-Bach aufhält, gibt es keinen Unterschied zwischen Gross und Klein, Böse und Gut, Kopf und Huf – alle sind gleich. Dieses Volk ist leicht in Besitz zu nehmen. Wir wollen es rauben!“
  • 39 „Die fünf Brüder raubten gemeinsam jenes Volk und gelangten so zu Herden und Nahrung, zu Leuten und Dienern, zu einem Ort zum Leben und Wohnen.“

Mit dem Wort „Volk“, das oben dreimal vorkommt, ist also die Sippe oder der Stamm der Leute vom Tünggelik-Bach gemeint. Zum „Volk“ erzogen wurden sie erst, nachdem sie und ihre Habe in gewaltsamer Weise zum Eigentum der fünf Brüder wurden, die alles unter sich aufteilten. 

Die übliche Etymologie von „Volk“ wird mit Hebräisch PLG angegeben, was dann sinngemäss „Abteilung eines Stammes“ bedeutet. Das ist, richtig gedeutet, zutreffend, doch meine Herleitung von Hebräisch B-YL-K = „Volk“ ist aussagekräftiger, denn es bedeutet „in Deinem Joch“, womit die kulturellen Zwangsvorgaben eines jeweils übergeordneten „Stammes“ gemeint ist. Welche übergeordneten „Stämme“ können damit gemeint sein? Das und noch vieles mehr verrät uns die chaldäische Kabbala. Denn der Äussere Wert von „Volk“ B-YL-K ist 122, der Sofitwert 602, der Verborgene Wert 594, der Totale Wert 716 und der Grosse Wert 1863. Gematria:

  • 122 = TsLB für „Kreuz“. Das ist das „Kreuz“ des kulturell auferlegten Jochs, das ein jeder zu tragen hat, letzlich leidvoll bis zu seinem Tode.
  • 602 = QWMMJWTh für „Unabhängigkeit, Souveränität; aufrecht, stolz, furchtlos“. Das sind die ideologischen Grundbegriffe für ein solches Volk, die es ihm gewaltig erleichtern, das künstlich aufgebürdete kulturelle Joch zu er-tragen.
  • 594 = BJTh JYQB „das Haus Jakob“, auch „Israel“ genannt, aus dem die zwölf Stämme hervorgegangen sind, die „Kinder Israels“. Durch Jakobs Betrug erhält er zu Unrecht den Vater-Segen und herrscht seither über seinen „Bruder“ Esau, der ihm dienen muss.
  • 716 = BJTh-MChWQQJM für „Parlament“ und BJTh-DJN GBWH LTsDQ für „Oberstes Gericht“. Das sind die beiden Hauptinstrumente, um im Volk nachhaltig für „Recht und Ordnung“ zu sorgen.
  • 1863 = 9 x 207 = SWTsJALJ „sozial“. Mit der Vorgabe dieses Adjektivs als moralisches Konzept für Volk und Staat wird das Volk auf das Gemeinwohl verpflichtet und dem Staat der allgemeine ideologische Teppich geliefert, unter den er alle unvermeidbaren Ungerechtigkeiten des Einzelfalles kehren kann.

Die Frage nach den “Stämmen” wurde damit beantwortet, sie gehen auf das betrügerische „Haus Jakob“ zurück. In einer 1919 in den USA publizierten Schrift heisst es: „At the time of the end of the world the children of Israel are described as the European Nations; twelve nations of Europe being described as the twelve tribes of Israel.“ [Larsen 53]. Aus einer zehnspaltigen Tabelle [Larsen 60] sollen hier nur die betreffenden Stämme und ihre Zuordnung zu den europäischen Nationen extrahiert werden:

  • Ephraim – Frankreich
  • Manasse – England
  • Zebulon – Skandinavien
  • Issacher – Holland-Belgien
  • JudaDeutschland
  • Naphtali – Türkei
  • Ascher – Griechenland
  • Dan – Österreich-Ungarn
  • Reuben – Spanien-Portugal
  • Simeon-Levi – Schweiz
  • Gad - Russland 
  • Benjamin – Italien

Bemerkenswert aus heutiger Sicht ist die Zuordnung von Russland und der Türkei zu Europa. Die aufgeführten Stämme entsprechen denen, die in der Johannes-Offenbarung genannt werden, wobei die verschollenen zehn Stämme Israels erst „am Ende der Zeiten“ wieder auftreten sollen. Bekanntlich bilden Juda und Benjamin zusammen das „Reich Juda“, die zehn anderen Stämme dagegen das „Reich Israel“. Nach meiner Überzeugung muss jedoch Benjamin mit der Schweiz verbunden werden, so dass hier überraschender Weise „Deutschland-Schweiz“ als das „Reich Juda“ zum Vorschein kommt, allerdings unter dem unerwarteten Primat des Benjamin, der gemäss den Ergebnissen meiner Forschungsarbeiten nicht das Judentum, sondern das Rabbinertum und die dahinter stehenden Kräfte repräsentiert.

Wann und wie wurde „Europa“ von diesen Stämmen Jakobs erobert? Hierzu heisst es:

  • „Die Ausbreitung der Griechen über die Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres, die sich von der Mitte des 8. Jahrhunderts bis in die Mitte des 6. Jahrhunderts vollzogen hat, gehört zu den glänzendsten Kapiteln der Kolonisationsgeschichte der Welt überhaupt.“ Ulrich Wilcken, Griechische Geschichte, München 1951, Seite 96 [Lissner 73].
  • „Unter den Griechen waren die Ionier der genialste Stamm … Als Ionier betrachteten sich die Bewohner von zwölf kleinasiatischen Städten … Die Ionier schenkten dem Abendland Masse, Gewichte, Kalender, Geometrie, Astronomie, die Münze, die Begriffe ‚Theorie’ und ‚Historie’. Auch über die Karawanenstrassen Asiens gewannen die Ionier immer wieder neue Ideen, vor allem viele religiöse Vorstellungen des Orients“ [Lissner 112f.].

Bei den „Ioniern“ handelt es sich gemäss meinen Forschungsergebnissen um die Chaldäer, von denen es in Habakuk 1,7 heisst: „Ein furchtbares und schreckliches Volk, das selbst sein Recht und seinen Rang bestimmt.“ [Einheitsübersetzung]. Das gottlose Recht, das sie selbst bestimmen, erklärt auch ihre nähere Herkunft: „Der babylonische Talmud ist die einzige massgebende Rechtsquelle“ [Fromer 6]. Neben den Begriffen „Theorie“ und „Historie“ werden sie auch den Begriff „Europa“ geprägt haben, denn die hebräische Schreibweise AJRWPH bedeutet „nicht heilbar“. Und mit der „Münze“, die sie dem Abendland „schenkten“, kamen auch die Idee der verzinsbaren Schulden und damit ein „elegantes“ Konzept, wie man ein Volk unsichtbar enteignen und versklaven konnte.

Unter welchen Namen sind diese 12 Stämme in Europa aufgetreten? Ein Werk mit dem Titel „Die grossen Dynastien“ behandelt die Herrscherfamilien in folgender Reihenfolge: „Die Kapetinger – Die Hohenstaufen – Die Plantagenet – Die Habsburger – Die Valois – Die Stuart – Die Tudor – Die Bourbonen in Frankreich – Die Romanow – Die Braganza – Die Bourbonen in Spanien – Die Hohenzollern – Das Haus Savoyen – Das Haus Hannover-Windsor – Die Bourbonen in Neapel – Die Bonaparte – Die Wittelsbacher“ [Gajic]. Fasst man die drei Bourbonen zusammen und streicht „die Bonaparte“, reduzieren sich die 17 Posten bereits auf nur noch 14 Familien. Eine Kürzung auf 12 würde eine vertiefte Beschäftigung mit der Thematik erforderlich machen.

Als „typisch“ mag die „Installation“ der erstgenannten Dynastie der Kapetinger sein. Hugo Capet (941-996) wurde 987 zum König von Frankreich gewählt, doch als Wähler zugelassen waren nur „die Grossen, die Landbesitzer und Halter von Leibeigenen, also die Träger der Macht“ [Gajic 7]. Doch eine Grundfrage blieb bis heute ungeklärt: „Warum gab man dem Urenkel Roberts des Tapferen den Beinamen Capet? Kein Text gibt darüber definitiv Auskunft, doch man vermutet, dass er von einem Kleidungsstück herrührt, der Kappe“ [Gajic 12]. So ist es: Das hebräische Wort „kippa“ wird KPH geschrieben und in bestimmten Fällen auch mit der Endung KPTh, was sich mühelos als „Capet“ vokalisieren und aussprechen lässt. Soweit in Hinweis auf die hier verborgenen „Ionier“. Doch das aramäische Wort KPH führt zur hebräischen Übersetzung KPP AWThH [Melamed 181], was sich übersetzen lässt mit „jene beugen, krümmen“. Mit „jene“ dürfte hier das Volk gemeint sein. Wie wurde dieses gebeugt und gekrümmt? Ein anderes aramäisches Wort, KJPH mit der Aussprache „képhah“ (= der aramäische Name für „Petrus“, der Fels), wird ins Hebräische übersetzt mit MChLTh HABYBWYWTh AW MChLTh HNPJLH [Melamed 177] und bedeutet wörtlich „die Krankheit der Pocken oder die Krankheit der Epilepsie“. Das Wort ABYBWYWTh kommt bereits im Alten Testament vor (Ex 9,9f.) und bedeutet nicht nur „Blattern“, sondern auch „Geschwüre“ überhaupt [Gesenius 7]. Doch vermutlich sind beide Namen nur Metaphern für die ganz allgemeine Aussage „krank an Seele und Geist“. Das geht auch aus der Wurzel BYBY für die erste Krankheit hervor: Das lässt sich „Baby“ aussprechen und besagt, dass bereits schon der Säugling von der allgemeinen sündigen „Erbkrankheit“ des Volkes befallen und zudem und bis zum Tode überhaupt das Eigentum von „Babylon“ ist.

So wurden auch die „Deutschen“ erfunden und mit ihnen deren behauptete Vorgeschichte, die der „Germanen“, damit das Wirkliche überdeckt wird wie in der Schweiz vom Wilhelm Tell und dem Rütlischwur der drei Eidgenossen. Damit diese „Völker“ sich „selbst entdecken“ könnten, müssten erst einmal die „Überlagerer“ das Feld räumen und all ihre kulturellen „Geschenke“ mitnehmen. Vermutlich aber ist dieser Prozess ohnehin schon im Gange und der SPIEGEL-Beitrag kann aus diesem Grunde als eine weitere Verhöhnung der Ahnungslosen angesehen werden.

  • Dirk Schröder, unabhängiger Privatgelehrter, CH-2502 Biel

NACHTRAG vom 3.2.07: Zu Anfang wird aus der "Geheimen Geschichte der Mongolen" ein gewisser "Bodoncar" erwähnt, der vorschlägt, "ein Volk am Tünggeli-Bach" zu rauben. Der Name "Bodoncar" muss nicht unbedingt "mongolisch" sein, denn er lässt sich unschwer mit BW-DWN-TsR hebräisieren, die sieben Konsonanten haben die Wertsumme 358 und bedeuten "In ihm herrscht der Feind". Welcher Feind gemeint ist, verrät uns die chaldäische Kabbala, denn zum Wert 358 existiert das hebräische Wort NChSh "nachasch" für die Schlange im Paradies. Was damit wiederum gemeint ist, verrät uns die "Geheime Geschichte" selbst, denn die fünf, die das Volk überfallen und versklaven, wurden "mit Galle geboren" [Taube 25]. Und das Volk am herzigen "Tünggeli-Bach"? Das ist ebenfalls reines Hebräisch: Th-YNG-GJL-K hat die Wertsumme 586 und bedeutet "Dein Wohlleben in deiner Generation". Mit dem "Bach" ist der biblische "Bach der Vorzeit" gemeint, als die Menschen noch "aerob" lebten und in Harmonie mit der sie umgebenden Natur. Gematria: Zum Wert 586 existiert der hebräische Name JRWShLM mit der Aussprache "Jerusalem" - das himmlische, versteht sich. Aus all dem wird sichtbar, dass die babylonischen Schriftgelehrten nicht nur die Geschichte der Mongolen erfunden haben, sondern auch die der anderen "Völker", jeweils ganz nach Belieben der Herrschenden.

LITERATURVERZEICHNIS: Einheitsübersetzung, „Die Bibel. Altes und Neues Testament“, Stemberger, Günter, und Prager, Mirjam, Hrsg., Augsburg 1987 – Fromer, Jakob, (Übersetzung und Kommentar), „Der babylonische Talmud“, Reprint der Ausgabe von 1924, 2. Auflage, Wiesbaden 1988 – Gajic, Helmut (Redaktion), „Die grossen Dynastien“, Erlangen 1986 – Gesenius, Wilhelm, „Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament“, unveränderter Neudruck der 17. Auflage von 1915, Berlin-Göttingen-Stuttgart 1992 – Larsen, Ludwig B., "Key to the Bible and Heaven. The Mystery of the Ages Revealed", Portland, Oregon USA 1919 - Lissner, Ivar, „Wir sind das Abendland. Gestalten, Mächte und Schicksale Europas durch 7000 Jahre“, Zürich 1966 –Taube, Manfred (Übersetzung aus dem Mongolischen und Kommentar), „Geheime Geschichte der Mongolen. Herkunft, Leben und Aufstieg Cinggis Qans“, München 1989; zugrunde liegt der Bericht eines anonymen Autors aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

 

 

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